10 Jahre Alice Salomon Archiv: Colloqium „Wie kann Soziales erlernt werden?“ und
Ehrung von Rugiatu Neneh Turay

Am Freitag, dem 7. Mai 2010, fand anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Alice-Salomon-Archivs und des Archiv- und Dokumentationszentrums für soziale und pädagogische Frauenarbeit veranstalteten die Alice Salomon Hochschule und das Pestalozzi-Fröbel-Haus Berlin das 3. gemeinsame Colloquium zu dem Thema
„Wie kann Soziales erlernt werden?“ Fragen aus Ausbildung und Praxis.
Die Veranstalter/innen wollten dazu anregen, Fragen zu stellen, die im beruflichen und im Studienalltag oft zu kurz kommen. Die Frage: „Wie kann Soziales erlernt werden?“ richtet sich jedoch nicht zuletzt aus aktuellen Anlässen an jede/n Einzelne/n in der Gesellschaft. » Zum Programm
Ehrung von Rugiatu Neneh Turay : Verleihung des Alice Salomon Award 2010 
Im Anschluss an das Colloquium fand die Verleihung des Alice Salomon Award statt, der in diesem Jahr an die 32-jährige Rugiatu Turay aus Sierra Leone für ihr Engagement gegen die Beschneidung von Mädchen und für die Bildung von Frauen vergeben wurde. » Zum Award
Die Datenbank des Alice Salomon Archivs steht im Netz.
Sie können in den Akten der Sozialen Frauenschule und der Deutschen Akademie für soziale und pädagogische Frauenarbeit online recherchieren. Die Datenbank gibt Auskunft darüber,
wer die Soziale Frauenschule und die Akademie besucht hat
wer dort unterrichtet hat und
welche Materialien in den Aktensammlungen vorhanden sind
welche Bücher und Zeitschriften im Archiv einsehbar sind
Sie finden Antworten auf Ihre Fragen, zum Beispiel:
Worüber wurden die Schülerinnen geprüft?
Was hat Albert Einstein mit der Frauenakademie zu tun?
... und vieles mehr ...
Weitere Infos unter Online-Angebote > ASA Database
Wir danken unseren Spenderinnen und Spendern Frau Jana Halamíčková aus Hamburg, Frau Gertrud Neitzel aus Flensburg, Herrn Joachim Wieler aus Weimar, Herrn Manfred Rabatsch aus Berlin/Dransfeld für ihre großzügigen Schenkungen. Folgende neue Sammlungen und Quellen stehen im Alice Salomon Archiv für Forschungen zur Verfügung.
Die Sammlung enthält
Alice Salomon in den Erinnerungen ihrer Nichten
Die Rundfunkautorin Jana Halamíčková hat 1988 ein bis heute aktuelles Feature über Alice Salomon im Norddeutschen Rundfunk veröffentlicht. Dafür hat sie Interviews mit den Nichten Alice Salomons, Leonie Hepner-Cahn und Maria Hepner sowie mit dem Alice-Salomon-Forscher Joachim Wieler durchgeführt. Die Tonbandaufzeichnungen hat Frau Halamíčková dankenswerterweise dem Alice Salomon Archiv überlassen.
Alice Salomon im Exil
Prof. Dr. Joachim Wieler hat seine Material- und Fotosammlung sowie seine Korrespondenzen zu Alice Salomons Biographie während der NS-Zeit und im Exil dem Archiv geschenkt.
Die Sammlung enthält :
Dokumenten- und Fotosammlung zum Anhang von Joachim Wielers vergriffener, 1987 im Lingbach Verlag erschienener, Untersuchung : Er-Innerung eines zerstörten Lebensabends. Alice Salomon während der NS-Zeit (19331937) und im Exil (19371948).
Materialen zur Familiengeschichte von Alice Salomon
Dokumente des InternationaI Committee of Schools for Social Work /ICSSW (heute: IASSW) 19281948 (Kopien aus dem Social Welfare History Archives, University of Minnesota, Minneapolis; SWHA, Minn.)
Korrespondenzen mit Alice Salomon (u.a. der ICSSW, der Russel Sage Foundation, der Organisation der Hospites, 1933-1946 (Kopien aus dem SWHA, Minn., der Sophia Smith Collection, Smith College, Northampton, Mass., u.a.)
Diverse Zeitungs- und Zeitschriftenartikel über Alice Salomon (u.a. aus der New York Times, 1937/38; Social Work Today, 1937-1942, The Survey
Korrespondenz von Joachim Wieler mit Familienangehörigen, Sozialarbeiter/inne/n und Frauenrechtlerinnen in den USA, England, Deutschland, Schweiz zu Alice Salomon 1980-1985
Fotos von Alice Salomon (1908, 1920, 1948), ihren Eltern u.a.
Vorlesungsmitschriften aus der Deutschen Akademie für soziale und
pädagogische Frauenarbeit
Frau Gertraud Neitzel hat Kolleghefte ihrer Mutter, Gertrud Bernhard, die an der Deutschen Akademie für soziale und pädagogische Frauenarbeit 1928/29 studiert hat, dem Alice Salomon Archiv geschenkt. Sie enthalten u.a. eine Mitschrift der Soziologie-Vorlesung von Carl Mennicke, Direktor des Sozialpolitischen Seminars der Deutschen Hochschule für Politik Berlin.
1968 Stadteilarbeit und Sozialpädagogik in Berlin-Kreuzberg
Manfred Rabatsch, Sozialarbeiter und Dozent an der Alice Salomon Akademie für Sozialarbeit und an der FHSS Berlin von 1968 bis 1976, hat seine Sammlungen dem Archiv geschenkt. Der Bestand ist noch nicht erschlossen, aber thematisch geordnet und steht zur Benutzung zur Verfügung.
Die Sammlungen umfassen Materialien zu den folgenden Themengruppen:
Gemeinwesenarbeit, Stadtteilarbeit in Kreuzberg ab1970, Kinderhausbewegung, Gewerkschaftsarbeit, Berichte zum Alltagsleben von Kindern und Jugendlichen usw.
Ordner zur Geschichte der Heimkampagne (Staffelberg, Südfront u.a.) nach 1968, geschlossene Unterbringung, Reformdiskussion usw.
Arbeitskreis Kritische Sozialarbeit / AKS Berlin 1968-70
Geschichte, Entwicklung und Reformbewegung der Kinder- und Jugendfürsorge, Sozialarbeit, Sozialpäddagogik, Jugendpolitik in Berlin und BRD, Jugendarbeit, Jugendverbände, Jugendzentren, Schule/Sozialarbeit, Jugendwohnkollektive usw
Materialien zur Proletarischen Sozialpoliktik 1928-32, IAH 1924,
Zeitschriften: päd extra, päd extra Sozialarbeit, Sozialmagazin usw.
Was verbindet Alice Salomon mit Albert Einstein?
Fotos: Anja Thieme
Das soziale Berlin um 1900 - A Women's Berlin
Die amerikanische Architekturhistorikerin Despina Stratigakos hat kürzlich in Berlin ihr Buch "A Women’s Berlin. Building the Modern City" vorgestellt.
Die Autorin zeigt wie sich die Frauen vor 100 Jahren den Stadtraum angeeignet und ihn gestaltet haben. Teil dieser modernen Stadt der Frauen ist die Soziale Frauenschule von Alice Salomon, über die die Autorin Neues zu berichten weiß.
"A Women's Berlin" ist eine interessante und aufregende Reise in das Berlin im Aufbruch in die Moderne.
Am 15. Oktober 1908 eröffnete Alice Salomon die Soziale Frauenschule in Berlin-Schöneberg im Pestalozzi-Fröbel-Haus (PFH) heute Sitz des Alice Salomon Archivs.
Zum 100-jährigen Jubiläum der Alice Salomon Hochschule im Oktober 2008 sind neue Publikationen erschienen: zur Hochschulgeschichte, zu Alice Salomon und ihren Weggefährtinnen und zu Theorie und Praxis der Sozialen Arbeit.
Darstellung und kritische Würdigung
der Geschichte der Alice Salomon Schule und Hochschule
100 Jahre Soziales Lehren und Lernen.
Von der Sozialen Frauenschule zur
Alice Salomon Hochschule Berlin
hrsg. von Adriane Feustel und Gerd Koch. Berlin:
Schibri Verlag, 325 S., zahlreiche Abbildungen
Zur Einleitung (PDF, 119 KB)
Die Lebenserinnerungen Alice Salomons
„Character is Destiny“ sind unter neuem Titel erstmals in einer ungekürzten Fassung erschienen.
Alice Salomon
Lebenserinnerungen.
Jugendjahre, Sozialarbeit, Frauenbewegung, Exil
Bearbeitet und aus dem Englischen übersetzt von Rolf Landwehr
Hrsg. v. Alice Salomon Fachhochschule Berlin
Frankfurt a.M.: Brandes & Apsel 2008
364 S., zahlreiche Abb.
Doppelheft der Zeitschrift „Soziale
Arbeit“ zum Thema:
100 Jahre Alice Salomon Hochschule Berlin.
100 Jahre Theorie und Praxis der Sozialen Arbeit
Soziale Arbeit. Zeitschrift für soziale und sozialverwandte Gebiete
57. Jahrgang, Heft 10-11/Oktober-November 2008
Zum Inhalt (PDF, 136 KB)
Kunstkalender zu Alice Salomon und
ihren Weggefährtinnen mit Fotos, biographischen Informationen und Zitaten
Begegnungen mit Alice Salomon
„Gesegnet, wer seine Arbeit gefunden hat!“
Hrsg. v. Elke Kruse, Karin Wolf-Ostermann und Choon-Hee Bae
Alice Salomon Hochschule Berlin 2008
Zusamemngestellt und erarbeit von StudentInnen der ASFH unter Leitung von Prof. Dr. Elke Kruse und Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann und unter Mitarbeit der Dipl. Kommunikationsdesignerin Choon-Hee Bae
Der Endloskalender kann zum Preis von 19,90 € über die ASFH, Herrn Pirringer bezogen werden
1908 wurde die Soziale Frauenschule gegründet. 1932 erhielt sie zum ersten Mal den Namen Alice Salomon Schule. 1933 wurde der Name bereits wieder fallengelassen. In der ausführlichen Chronik finden Sie alle Angaben zu der wechselvollen Namensgeschichte und zu den wichtigsten Ereignissen der Vorgeschichte und Geschichte der Schule bis zu ihrer Umwandlung in die Fachhochschule für Sozialarbeit und Sozialpädagogk 1971. » Zur Chronik


