Alice Salomon Archiv der ASH Berlin

Aktuelles: Magazin 2011

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2011

Neues vom Forschungsprojekt INSAS

INSAS : Neue Formen der Informationsvisualisierung, Navigation und kontextbezogener Suche am Beispiel ausgewählter Schriften Alice Salomons

In dem Verbundprojekt, in dem das ASA mit Informationswissenschaftlern der HTW zusammenarbeitet, sind in der ersten Projektphase grundlegende Weichen für die werkimmanente Kontextanalyse gestellt worden. IT-Methoden für Textanalyse und Texvergleich wurden gewonnen und sind in der Erprobung und Auswertung, u.a. im Vergleich mit Ergebnissen sozialwissenschaftlich-historischer Text- und Werkanalyse. Für die nächste Arbeitsphase der historischen, wissenschaftlichen, sozialpolitischen Kontextualisierung der Schriften Alice Salomons haben vorbereitende Arbeiten zur Materialauswahl und Digitalisierung begonnen.

Die regionalen Projektpartnerinnen unterstützen die Arbeiten inhaltlich und stellen Quellen zur Verfügung, deren Einbindung in die Datenbank neue und konkrete Zusammenhänge aufzufinden erlauben werden:

Das Helene-Lange-Archiv im Landesarchiv Berlin hat Kongressberichte des International Council of Women aus dem Jahr 1904 beigesteuert. Der Internationale Frauenkongress fand mit 1000en Teilnehmerinnen in Berlin statt. Alice Salomon spielte dabei zum ersten Mal international eine führende Rolle und hat mehrfach über den Kongress berichtet.

Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen/dzi hat das "Graubuch 1910" für die Digitalisierung zur Verfügung gestellt. Das "Graubuch" ist eine der ergiebigsten Quellen zur Erforschung Berlins als "Sozialstadt". Es ist ein umfangreiches und detailliertes Verzeichnis sämtlicher sozialer Einrichtungen des Großraums Berlin und erschien in zahlreichen aktualisierten Auflagen. Hervorgegangen ist es aus der Sammlungstätigkeit der Auskunftsstelle der Gesellschaft für Ethische Kultur, die sich für die Entwicklung einer modernen professionellen Sozialen Arbeit einsetzte und zu deren bedeutendsten Schülerinnen u.a. Alice Salomon zählte.

Das Archiv zur Geschichte von Tempelhof-Schöneberg hat uns eine Sammlung bezirklicher Bestimmungen und Verwaltungsvorschriften zu unterschiedlichen Themen der Armen- und Wohlfahrtspflege und andere Materialien der Jahrhundertwende zusammengestellt, die für die Arbeit der von Alice Salomon geleiteten Mädchen und Frauengruppen für soziale Hilfsarbeit, deren Schwerpunkt in Schöneberg lag, von Belang waren.
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Öffentliche INSAS-Präsentation. Im November luden das IfaF (Institut für angewandte Forschung) und die IHK Berlin zur Veranstaltung "Zwei Jahre IfaF - Kooperation mit und Transfer in Praxis" ein. Die 23 laufenden, vom IfaF geförderten Projekte stellten sich vor. Das INSAS-Forschungsprojekt nahm an der Postersession mit großer Resonanz teil.
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Teaching Archive : Gruppenbesuche im Archiv

Das Alice Salomon Archiv wurde wie in zurückliegenden Jahren auch 2011 von Seminargruppen aus dem In- und Ausland besucht, um sich über das Archiv zu informieren und verschiedene historische Schwerpunktthemen zu diskutieren. Zahlreiche Seminarveranstaltungen fanden mit Studierenden der ASH statt. Daneben kamen interessierte Studentinnen und Studenten mit ihren Dozent_innen auch aus Stuttgart, Potsdam, München, Saarbrücken und den Niederlanden.
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Neuerscheinungen und
Lesetipps

Cover Das Konzept des Sozialen im Werk Alice SalomonsDas Konzept des Sozialen im Werk Alice Salomons. Die Historikerin Adriane Feustel, langjährige Dozentin an der ASH, Leiterin des Alice Salomon Archivs und Herausgeberin der ausgewählten Schriften Alice Salomons, hat ihre langjährigen Forschungen in der Monographie "Das Konzept des Sozialen im Werk Alice Salomons" publiziert. Die Autorin zeichnet Leben und Werk nach und analysiert es im Kontext der sozialen Umwälzungen und der großen politischen und philosophischen Debatten ihrer Zeit. Sie weist Alice Salomon als Protagonistin der Moderne und eigenständige Vordenkerin einer sozialen Gesellschaft aus. Das Buch erschien im Metropol Verlag Berlin.

Erscheint demnächst:

 

» Leseprobe

Dokumentation des 3. Colloqiums. Vor 10 Jahren, im Mai 2001, wurde das Archiv- und Dokumentationszentrum für soziale und pädagogische Frauenarbeit mit dem Archiv des PFH und dem Alice Salomon Archiv eröffnet, nachdem es 2010 durch Vertragsabschluss zwischen Pestalozzi-Fröbel-Haus und Alice Salomon Hochschule gegründet wurde. Das Colloquium „Wie kann Soziales erlernt werden?“ – Fragen aus Ausbildung und Praxis, das zu diesem Anlass im Mai 2010 stattfand, wird in einer Broschüre dokumentiert, die Anfang 2012 erscheinen wird.
 » zum 10-jährigen Jubiläum

Archives On The Go

Archivalien des ASA in Ausstellungen

Ausstellung "Marie Bloch. Reformpädagogin und Kindergärtnerin" vom 4. März bis 7. Juli 2011 im Max-Samuel-Haus Rostock. Marie Bloch besuchte die Soziale Frauenschule in Berlin 1909/10. Ein Foto von Alice Salomon aus den Beständen des Archivs wird hier gezeigt.  » Kontakt zum Max-Samuel-Haus

Tagungen, Ausstellungen & Veranstaltungen 2011

Entfernt: Frauen des Bauhauses während der NS-Zeit - Verfolgung und Exil. 21. interdisziplinäre, internationale Tagung der AG "Frauen im Exil" in der Gesellschaft für Exilforschung e.V. in Kooperation mit der Stiftung Bauhaus Dessau vom 28. bis 30. Oktober 2011 im Bauhaus Dessau.

Internationale Tagung der AG "Frauen im Exil":

Mit der AG "Frauen im Exil" verbindet das Alice Salomon Archiv eine langjährige Zusammenarbeit. Bereits drei Mal, in den Jahren 1999, 2004 und 2008, fanden die Tagungen an der ASH statt.

Die Tagung war Frauen gewidmet, die als ehemalige Studentinnen und Lehrende am Bauhaus in Weimar, Dessau und Berlin gewirkt haben. Im Zentrum standen Fragen nach ihren künstlerischen Entfaltungsmöglichkeiten bzw. Behinderungen bis 1933 und dem gewaltsamen Abbruch in der NS-Zeit sowie ihren Erfahrungen im Exil. Ziel der Tagung war, an die Lebensgeschichten von Bauhaus-Frauen zu erinnern und das Werk der Künstlerinnen und ihren häufig übersehenen Beitrag zur Entwicklung des Bauhauses und der von ihm geprägten Künste sichtbar zu machen.

Das Tagungsprogramm, wurde von Inge Hansen-Schaberg, Adriane Feustel und Wolfgang Thöner erstellt.
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Alice Salomon Award Trägerin Rugiatu Turay an der ASH zu Gast:

Am Donnerstag, dem 17.11.2011, war Rugiatu Turay an die ASH Berlin eingeladen und sprach im Audimax der Hochschule zum Thema "Let's meet the challenge to save 140 Million girls worldwide" sprechen und gab einen Einblick in ihre Arbeit und ihr Projekt "Amazonian Initiative Movement" (AIM), eine NGO für Bildung von Frauen und gegen Genitalverstümmelung in ihrem Heimatland Sierra Leone geben. Rugiatu Turay wurde im Mai 2010 der Alice Salomon Award verliehen.
» zu den Awardseiten

Ausstellung eröffnet:

Ausstellung Spreeperlen

Foto: Barbara Halstenberg

Die Vernissage der Wanderausstellung zum Buch: "Spreeperlen. Berlin - Stadt der Frauen" fand am 20. September 2011 von 17:00 Uhr bis 19:00 Uhr an der Alice Salomon Hochschule Berlin in Hellersdorf statt. Die Ausstellung war bis zum 28. Oktober 2011 im Foyer und in der Mensa der Hochschule am Alice-Salomon-Platz 5 in Berlin-Hellersdorf zu sehen. » mehr
Auf dem Programm zur Ausstellungseröffnung standen unter anderem Lesungen von Texten aus dem Buch „Spreeperlen. Berlin - Stadt der Frauen“ und aus dem Werk von Alice Salomon, unter anderem aus einem Artikel über ein phantastisches Frauenprojekt kollektiven Wirtschaftens und Lebens von 1900.  » mehr
 » Veranstaltungsflyer

April 2011: Erster
Archiv-Newsletter

Liebe Freundinnen und Freunde des Alice Salomon Archivs,

in den vergangenen Wochen haben wir unsere Webseiten einer gründlichen Revision unterzogen und schon vieles aktualisiert, etliches angedacht - auf jeden Fall auf den Weg gebracht. Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt, dass das Interesse am Archiv sehr vielfältig ist - und ebenso die Zugänge zu den Informationen, die die hier in Unterlagen und Köpfen auf ihre (Wieder)Entdeckung oder neue Anbindung warten. Das Image einer verstaubten Archivarbeit ist nicht völlig falsch - manche Aktenordner sind voller Staub und (historischer!) Kaffeeflecken. Dennoch geschieht hier mehr, als manch eine/r ahnt.

Die Webseiten bieten 24 Stunden am Tag die Möglichkeit für einen Archivbesuch auf virtuellen Wegen und erlauben vielen, die beispielsweise weit entfernt sind, etwas über das Archiv zu erfahren, ein Stück Archiv zu erleben oder in ausgewählten Unterlagen zu lesen. Für besondere Neuigkeiten gibt es nun den Newsletter, der wie ein Zeitungsblättchen und ein Einladungsschreiben zugleich ist: Zeitung, um zu lesen, was wir im Archiv zustandebringen und Einladung, um wieder einmal einen Ausflug in das virtuelle Archiv zu unternehmen.

Viel Spaß also mit der ersten Ausgabe unseres Archivnewsletters!
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Neue Quellen und Sammlungen 2011

 

 

 

 

 

Gertrud Bernhard

Gertrud Bernhard um 1929

Wir danken unseren  Spenderinnen Frau Ingeborg Müllerheim und Frau Gertraud Neitzel aus Flensburg für ihre großzügigen Schenkungen. Folgende neue Sammlungen und Quellen stehen im Alice Salomon Archiv für Forschungen zur Verfügung.

Ingeborg Müllerheim

Manuskript der Sendung AM ABEND VORGESTELLT: Ein vergessener Autor, gestorben 1966 im Exil. Der Soziologe Albert Salomon und sein Werk. Regine Gossmann, WDR Sendung 11.9.1984

Gertraud Neitzel

Gertraud Neitzel und ihre Brüder haben dem Alice Salomon Archiv umfangreiche Materialien ihrer Mutter, Gertrud Bernhard, geschenkt. Gertrud Bernhard, geb. 1905 in Baden, studierte an der Akademie für soziale und pädagogische Frauenarbeit in den Jahren 1928/29. Die zahlreichen Schenkungen in diesem Jahr beinhalteten Bewerbungsunterlagen, Zeugnisse, die schriftliche Akademie-Studienarbeit - dies ist überhaupt die erste und einzige originale Abschlussarbeit der Frauenakademie, die das Archiv besitzt -, weiterhin reproduzierte Fotos von 1909-1930 und originale Briefe aus der Zeit vom 15. Oktober 1928 bis 22. Juni 1929, meist an ihren damaligen Verlobten Erich Kühn gerichtet, die lebhafte Einblicke in das Studieren, Denken und Leben der jungen Akademiestudentin in Berlin geben und sie als eine beeindruckende selbstbewusste junge Frau zeigen.

Zu Beginn des Sommersemesters 2011 berichteten wir bereits über einige der Schenkungen von Gertraud Neitzel und veröffentlichten einen Brief von Gertrud Bernhard zum Unterrichtsbeginn 1929.
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Wiedergefunden:

Mädchen- und Frauengruppen für soziale Hilfsarbeit zu Berlin : Sammlung Druckvorlagen

Mädchen- und FrauenGruppen - Sammlung Druckvorlagen

Die Mappe mit diesem Fund wurde dem Archiv von der Bibliothek der ASH übergeben und wird in den Bestand B eingearbeitet.

Sie enthält Druckvorlagen für Veranstaltungen der Mädchen- und Frauengruppen für soziale Hilfsarbeit und für die Soziale Frauenschule, wie z.B. Mitgliedskarten, Eintrittskarten für Kurse und Vorträge, Werbezettel, Zeugnisformulare.

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