Geschichte des Archivs

Mit dem Umzug der Alice Salomon Fachhochschule (heute: Alice Salomon Hochschule (ASH)) von Berlin-Schöneberg nach Hellersdorf 1998 fasste der Akademische Senat den Beschluss, die ehemalige Verwaltungsetage der Sozialen Frauenschule im Haus 3 des Pestalozzi-Fröbel-Hauses (PFH) als historischen Ort für die Unterbringung der Archive beider Einrichtungen zu erhalten.

Wo sich einst das Direktorinnenzimmer Alice Salomons (1874-1948), das Sekretariat und das Konferenz- oder Bibliothekszimmer der Vorgängereinrichtungen der ASH befanden, wurde so das gemeinsame "Archiv- und Dokumentationszentrum für soziale und pädagogische Frauenarbeit" auf der Basis eines Kooperationsvertrages eingerichtet. Im Rahmen der Eröffnung der beiden Archive im Mai 2001 wurde das 1. Colloquium veranstaltet und zum ersten Mal der Alice Salomon Award durch die Hochschulleitung verliehen. Mehr Informationen zum Alice Salomon Award und den Preisträgerinnen finden Sie auf der Website der ASH.

Für den Aufbau und die Beständebetreuung des PFH-Archivs ist bis heute Frau Sabine Sander zuständig. Initiatorin und langjährige Leiterin des Alice Salomon Archivs (ASA) war die Historikerin und ehemalige Dozentin an der Fachhochschule für Soziale Arbeit und Sozialpädagogik Berlin (FHSS), Dr. Adriane Feustel.

Für das Vorhaben, das Archiv langfristig zu einem Forschungs-, Informations- und Dokumentationszentrum auszubauen, hatte die Hochschule eine Anschubfinanzierung seitens des Berliner Senats für Bildung, Jugend und Wissenschaft einwerben können. Der Plan musste jedoch aufgrund fehlender Möglichkeiten der Weiterfinanzierung zunächst zurückgestellt werden.

Das Archiv ist seit seiner Gründung als Projekt mit der Alice Salomon Hochschule assoziiert. Aktuell fungiert es als Forschungseinrichtung mit eigenen Forschungsaktivitäten, es kommt in begrenztem Umfang den klassischen Archivaufgaben nach und betreibt Öffentlichkeitsarbeit.