Berlin gedenkt der frauenbewegten Sozialarbeiterin und Sozialreformerin Siddy Wronsky

Ein Stolperstein für Siddy Wronsky (1883-1947)

Heute Morgen wurde in Berlin-Wilmersdorf ein Stolperstein für die renommierte Sozialreformerin Siddy Wronsky verlegt, um auf die nationalsozialistische Verfolgung ihrer Person und ihre Flucht aus Deutschland im Winter 1933/34 aufmerksam zu machen. Die Verlegung fand in der Barstraße 23 statt, Wronskys letzte Berliner Wohnadresse, wie der Wissenschaftler und Historiker der Sozialen Arbeit Peter Reinicke in Erfahrung bringen konnte.

Bei der Verlegung waren zahlreiche Personen anwesend. Repräsentant*innen der Stolpersteininitiative, des Deutschen Zentralinstitut für Soziale Fragen (DZI) und der Hebrew University of Jerusalem hielten Redebeiträge zu Siddy Wronskys Leben, Wirken und ihrer Flucht nach Palästina sowie ihrem dortigen Engagement. Wronsky hatte zusammen mit Alice Salomon und anderen die professionelle Soziale Arbeit in Deutschland aufgebaut und war darüber hinaus eine der Grundsteinlegerinnen der Sozialen Arbeit in Palästina.

Die Stolpersteinverlegung wurde im Rahmen des Projekts „The Transnational History of Social Work between Germany and Israel in the 1930s and 1940s“ initiiert, das unter anderem am ASA angesiedelt ist.