Geschichtssensible Perspektiven in der Sozialen Arbeit

Ringvorlesung an der FH Potsdam (hybrid): Geschichte und Soziale Arbeit?

Das Kompetenzzentrum für Prävention und Empowerment und der Fachhochschule Potsdam veranstaltet eine Ringvorlesung zum Thema „Geschichte und Soziale Arbeit? / Perspektiven für eine geschichtssensible soziale Arbeit.“ Die Reihe findet hybrid statt.

Aus der Ankündigung: Geschichte ist sinnstiftend. Geschichtsbilder und Geschichtsverständnisse wirken transgenerational weiter und bilden die Grundlage für individuelle und gesellschaftliche Orientierungen. In Bezug auf Soziale Arbeit ergibt sich zum einen eine professionshistorische Dimension: Wie begründen sich Selbstverständnisse und Angebote Sozialer Arbeit im Hinblick auf die Geschichte der Disziplin? Zum anderen ergibt sich daraus eine gesellschaftliche Dimension: Soziale Arbeit handelt und wirkt in Gegenwartsverhältnissen einer postnationalsozialistischen und postmigrantischen Gesellschaft und formt diese aktiv mit. Welche Relevanz und Bedeutung birgt die Involviertheit der Profession in die deutsche Gewaltgeschichte für die Ausgestaltung der Sozialen Arbeit? Die Sensibilisierung für die Wirkungsgeschichte des Nationalsozialismus und der Shoah mit ihren Leerstellen, Brüchen, Kontinuitäten und Aktualisierungen könnte gegenwärtig als Professionsaufgabe verstanden werden. Mit dieser Ringvorlesung wollen wir zur Reflexion über Perspektiven einer geschichtssensiblen Sozialen Arbeit beitragen und durch Vorträge und Gespräche auf die Bedeutung von Geschichte(n) für die Gegenwart Sozialer Arbeit aufmerksam machen.

 

Programmleitung: Marina Chernivsky (Kompetenzzentrum), Friederike Lorenz-Sinai und Gudrun Perko (Fachhochschule Potsdam)

Anmeldung und Programm unter https://eveeno.com/357568647